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Bücher zum Thema "Gesellschaft" - Übersicht:

Alles in Butter - oder was?
Assassini
Auf ein Wort
Aufgeklärte Religion - ein Weg zum Frieden
Business Reframing - Das Ende der Moden im Management
Das Aikido-Prinzip
Das Gesetz über dem Recht
Das größte Geheimnis, Teil 1
Das Schiff der Visionen
Der Schwarm
Die 68er: "Macht kaputt, was Euch kaputt macht!"
Die Entdeckung des Himmels
Die heilige Matrix
Die Jack-Welch-Methode
Die Kraft gelebter Visionen
Die weiße Massai
Exponentialdrift
Familie Haus Arbeit Auto CityEl
Grameen
Hände weg von diesem Buch
Illuminati
Ismael
Mein Weg führt nach Tibet
Menschenjagd
Mythos Motivation
Psychopolitik
Richtig bewerben - Wie Sie Ihren Traumjob finden
Sakrileg
Treibhäuser der Zukunft
Von der Micky Mouse zum Weltkonzern
Wachstum an Menschlichkeit - Humanismus als Grundlage
Weltmacht USA - ein Nachruf
Wer weint schon um Abdul und Tanaya? Die Irrtümer des Kreuzzugs gegen den Terror
Wir Untertanen
Zurück aus Afrika



Treibhäuser der Zukunft: Dieses Set, bestehend aus 3 DVD´s und einem Begleitbuch, ist jeden Cent der ca. 30 Euro, die es kostet, wert. Es handelt von Schulen, die erkannt haben, dass ein über 100 Jahre altes Unterrichtssystem nicht nur an den Bedürfnissen des modernen Leben vorbei die Menschen beschult (was in den PISA-Studien ausführlich dokumentiert ist), sondern auch und vor allem an den Bedürfnissen der jungen Menschen vorbei, die mit diesem System nach wie vor gequält werden. Es würde keinem von uns einfallen, mit einem der ersten Autos mit Holzvergaser durch Deutschland zu fahren, aber mindestens so alt (und zeitgemäß) sind die Methoden, mit denen unsere Kinder gelangweilt, ihr natürlicher Lern- und Leistungswille zerstört und ihre Lebenschancen gemindert werden, was mit den Bezeichnungen "Schule" und "Unterricht" gekennzeichnet wird.
Dass es bei der Suche nach alternativen Schulformen nicht um "Schmusepädagogik" und weltfremde Konzepte geht, sondern um notwendige, längst überfällige Veränderungen, dafür findet der interessierte Leser unter Kondratieffs Welt wissenschaftliche und ausführliche Begründungen.
Ich möchte hier einfach ein paar Zitate aufführen, die die tiefe Menschlichkeit aufzeigen, die in den Interviews mit den Rektoren, Lehrern, Kindern und Wissenschaftlern zum Ausdruck kommt, deren Interviews auf den DVD´s gezeigt werden. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass diese Aussagen nur unzureichend vermitteln können, was der Film in beeindruckendster Art und Weise darstellt:
Wissenschaft muss mehr sein als die Beschaffung von Daten und die Feststellung von Beziehungen; Daten und Beziehungen, die kein Denken auslösen, sind nicht wert, gewusst zu werden. (Hartmut von Hentig in "Wissenschaft")
Schule: Ein überschaubarer Ort, an dem jeder erfährt, dass er gebraucht wird. Eine erste Öffentlichkeit, in der man es genießt, gesehen zu werden und in der man lernt, sich zu exponieren. Ein geschütztes Laboratorium, in der man Fehler machen darf. In Hentigs Worten: Wenn eine Gesellschaft ihre jungen Menschen nicht braucht und sie dies ausdrücklich wissen lässt, indem sie sie in Schulen, an Orten, von denen nichts ausgeht, kaserniert und mit sich selbst beschäftigt, sie von allen Aufgaben ausschließt, dann zieht sie ihre eigenen Zerstörer groß.
Dass jeder seinen Rhythmus hat und dass die Pfade des Verstehens verschlungen sind, das ist auf diesem direkten Weg zum gesicherten Wissen nicht vorgesehen. (Anm.: Mit dem "direkten Weg zum gesicherten Wissen" ist der "Fragen entwickelnde Unterricht" gemeint. Das ist die heute am meisten verbreitete Art von Unterricht, in der der Lehrer mit Vortrag, Tafelbild und gezielten Fragen die Schüler zu seinem Ergebnis lenkt; jeder Schüler soll den gleichen Weg im gleichen Tempo in den gleichen kleinen Schritten zurücklegen - eine wahrhaft abstruse Vorstellung, die der Individualität jedes einzelnen Menschen Hohn spricht!)
Die Folge: Ein großer Teil dieser Schüler ist total demotiviert, da haben wir zwar das Wissen noch vermittelt, aber die Fähigkeit, die Motivation dieser Menschen, weiter zu lernen, im Leben ihre Kompetenzen auszubauen, die haben wir unzureichend gefördert. (Zitat Andreas Schleicher, OECD, internationaler PISA-Koordinator) (Anm.: Statt "unzureichend gefördert" wäre "gewaltsam vernichtet" wohl die korrektere Formulierung!)
Das angeblich so effektive Reinheitsgebot: "Jetzt wird nur gelernt" bekommt dem Lernen gar nicht.
Silke Wolf, Lehrerin: Die Kinder und ich müssen einfach damit leben, dass ich ihnen in bestimmten Sachen keine Antwort geben kann, weil ich es nicht weiß, und ich muss auch damit leben, dass sie im Anschluss an dieses Projekt mehr wissen als ich weiß
Peter Fauser, Universität Jena: Unsere Kinder setzen sich mit den Themen, mit denen sie sich auseinandersetzen, viel intensiver, intelligenter, vielfältiger auseinander, als ich das im gleichen Alter gemacht habe, da bin ich mir ganz sicher, das kann ich ja täglich sehen. "Besser" hieße für mich, auf die Schule übertragen: die Leistung ist besser und die Gerechtigkeit ist höher, d.h. mehr Kinder kommen zu höheren Leistungen und zwar in der Spitze und in der Breite.
Auch in der Oberstufe beginnen Lehrer, die naturwissenschaftlichen Fächer zu größeren Einheiten zu vernetzen. Davor scheuten sie lange zurück. Sie sorgten sich um die Fachlichkeit ihrer Physik oder Chemie. Aber die Schüler überzeugten ihre Lehrer mit unerwarteten Leistungen.
Peter Fauser, Universität Jena: ...dass wir von dem Leitbild der Schule der Belehrung und der Konformisierung zu einem Leitbild einer Schule des Verstehens kommen müssen, in der eine große Achtung für die Modellierungsdynamik jedes einzelnen Menschen besteht, eine Achtung für das, was ihm wichtig ist, was ihn beschäftigt, was ihn quält, was ihn kränkt, was ihn begeistert...
Gelungene Schulen verbreiten Erreger einer ansteckenden Gesundheit. Und die könnten auf die ganze Gesellschaft überspringen. Freiheit verbessert Leistungen. Freiheit ist die Voraussetzung, selbst etwas zu wollen.
Hartmut von Hentig: ...Wir haben die unsinnige Aufteilung von: es gibt Belehrung durch Unterricht und es gibt Leben und für das Zweitgenannte ist die Familie da.
Die Belehrungsschule verweist drohend auf den Ernst des späteren Lebens. Das verbreitet nicht gerade Vorfreude. Folglich gehen die meisten Kinder schon nach ein paar Jahren zur Schule wie zum Zahnarzt. Hitzefrei wird bald die beste Nachricht. Lernen gerät in die Nähe von Fronarbeit.
Von der "Bodensee-Schule St. Martin, Friedrichshafen": Die Schüler arbeiten, als ginge es um sie selbst, einfach so, ohne Kommando, ohne auf das Klingelzeichen oder den Schulgong zu warten.
Man traut seinen Augen nicht. Dabei sind wir in einer siebten Klasse, die Schüler in der Pubertät. Und es ist eine Hauptschulklasse. Das sei eigentlich der Tiefpunkt, hört man überall [...] Aber vom täglichen Kleinkrieg oder vom pädagogischen Lazarett "Hauptschule" ist hier nichts zu spüren.
Franz Gresser, Klassenlehrer: Die Ruhe in der Schule kommt einfach daher, dass jeder weiß, er macht das Richtige für sich...
Die Arbeitsatmosphäre, von der Besucher der Bodensee-Schule so verblüfft sind, ist weder Zauber noch Idylle. Hier ist lediglich selbstverständlich, was man von den Mitarbeitern in jedem Büro erwartet.
Alfred Hinz, Schulleiter: ...weil wir auch bessere Schulleistungen im alten Sinne abliefern...
Die Altersmischung soll gar nicht erst die Illusion aufkommen lassen, die Kinder ließen sich alle auf den gleichen Stand bringen, um dann im Gleichschritt voran zu marschieren. Von Anfang an wird der Vorteil, verschieden zu sein, entdeckt. Das Besondere und Eigene der Kinder soll nicht abgeschliffen werden.
Individualisierung und Gemeinschaft sind Pole. Sie erzeugen starke Kraftfelder.
Mit dem gemeinsamen Essen verhält es sich ähnlich wie mit gutem Unterricht. Essen ist so wenig die Einnahme von Kalorien wie Unterricht das Abspeichern von Informationen sein kann.
Bernhard Bueg, Schulleiter Deutschland´s feinster Schule im Schloss Salem: Was ich an der Bodensee-Schule erlebt habe, war Begeisterung von Kindern, Arbeitshaltung, Konzentration - alles Eigenschaften, die selten sind in der Schule. Ich kann auf Ihre Frage nur noch mal sagen: wir blicken mit Bewunderung auf die Bodensee-Schule.
Alfred Hinz, Schulleiter: ...Da kann ich doch nicht morgens einen Einheitsbrei über die Kinder gießen und sagen: "jetzt lernt euch", würde man im Ruhrgebiet sagen, lernt euch, sondern da muss ich fragen: was passiert jetzt mit der kleinen Anika da hinten, die ich vielleicht gestern in dem und dem Zustand zurückgelassen habe? Und warum soll ich einen Menschen quälen, der jedes Mal siebzig Fehler in der Rechtschreibung hat? Der schreibt kein Diktat mehr. Oder bin ich ein Sadist? Also sage ich: versuch fehlerfrei von der Tafel zu schreiben oder von dem Blatt. Wenn du das fehlerfrei schaffst, dann feiern wir das zusammen. Das sind doch ganz einfache Dinge und das hat nichts mit Schmusepädagogik zu tun, sondern das ist einfach die Achtung vor dem anderen Menschen.
Aber es wird gearbeitet. Wenn nicht für Prüfungen gelernt wird, werden die Dinge wichtiger.
Alfred Hinz, Schulleiter: ...Ich glaube, das Problem sind schon die Lehrer, ohne eine Nestbeschmutzung machen zu wollen. ...
Alfred Hinz, Schulleiter: Schule ist Stätte der Personwerdung, Wissensvermittlung kann sie gar nicht verhindern. Wir haben keine Fächer mehr. Wir haben die Fächer abgeschafft. Kinder müssen komplexe Sachen lernen und nicht detailliertes Wissen.
Die deutsche Schule ist traditionell nicht als Lebensort konzipiert. Sie setzt auf Belehrung. Mit Raum und Zeit für Eigenständigkeit und Zusammenarbeit hat sie gegeizt.
Der Raum ist der Dritte Pädagoge, nach den Lehrern und den anderen Schülern. Und die rhythmisierte Zeit, sollte man hinzufügen, ist der vierte Pädagoge.
Die deutsche Schule setzt traditionell nur auf den einen Pädagogen, den Lehrer, überfordert und schwächt ihn.
Sollten nicht Schulen die Schlösser der Zukunft sein?
Sollten sie nicht von den besten Architekten gebaut und von den am höchsten geschätzten Menschen betrieben werden?
Sollte Schule nicht wie einst bei den Griechen Muße bedeuten, Freiheit von Geschäften?
Schulen müssen spannende Orte sein. Die Vorfreude der Kinder auf sich selbst, dieser Auftrieb des Lernens, darf nicht gebremst werden. Die Schule muss neugierig auf die Welt machen und den Interessen Futter bieten. Sie muss die Anstrengungsbereitschaft der Kinder herausfordern. Sie muss hungrig machen und nicht satt.
Ulrike Kegler, Schulleiterin: Die Schüler dürfen nicht beschämt werden, das ist ganz wichtig. Das als Lehrer zu lernen ist schon mal ein wichtiger Schritt, denn wir haben sehr viel Macht und wir können Schüler auf leichte Art und Weise beschämen, ohne dass uns ein Nachteil daraus erwächst. [...] Wir müssen erst mal eine respektvolle Lernumgebung schaffen, sonst können sie gar nichts lernen. Sie können nicht lernen, wenn sie das Gefühl haben: ich kann hier jederzeit ausgelacht werden. Das ist die wesentlichste Innovation in Deutschland.
Am meisten erstaunt die Besucher, dass sich die Hingabe hält. Das Auskühlen der Interessen bei den Schülern bleibt aus.
In dieser großen Lernwerkstatt suchen manche Besucher nach richtigem Unterricht. Dann sagt man ihnen: das, genau das, was sie gerade sehen, ist Unterricht. Besucher fragen ungläubig: "und trotzdem so gute Leistungen?" Man antwortet, nein, nicht trotzdem, deswegen so gute Leistungen.
Das erste Kriterium für eine gelungene Schule ist ein wacher, kritischer Blick der Schüler auf sich selbst und eine gelassene Arbeitsatmosphäre.
Eva Poppe-Rossberg, Lehrerin: [...] Die Kinder wollen eigentlich wissen: Wie funktioniert das Leben.
Die Sachen werden wichtig. Sie werden geklärt. Und die Menschen werden dabei gestärkt.
Verschiedenheit anerkennen und Gemeinschaft kultivieren, das ist die Basis für gutes Leben und für exzellente Leistungen.
Die Schule - ein Ort zum Aufwachsen und zum Lernen. Dass beides nur zusammen geht, wollte die Belehrungsschule nie glauben. Inzwischen klagt sie darüber, dass ihr die Kinder und auch die Lehrer innerlich kündigen.

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Von der Micky Mouse zum Weltkonzern - Der Disney-Chef über sein Erfolgsrezept, Michael D. Eisner: Recht unterhaltsam - gemessen an dem Wust an Fakten und Aufzählungen, die hier präsentiert werden, beschreibt der Disney-Chef seinen Lebensweg - vor und während seiner Disney-Karriere. Sein Haupt-Erfolgsrezept beim Disney-Konzern ist die Produktion hochwertiger (was immer darunter zu versehen ist) Angebote zu vernünftigen Kosten. Wenn er auch Wert auf die Beziehung zu seinen Mitarbeitern legt, und manche Passagen zeigen, dass Disney kein "normales" durchschnittliches Unternehmen ist (Zitate: Unternehmen wie Coca-Cola, McDonald's und Federal Express sind weitestgehend auf ein Produkt ausgerichtet. Bei Disney müssen wir jeden Tag neue Produkte erfinden. Unser Erfolg hängt von der Fähigkeit unserer Mitarbeiter ab, unablässig originelle Ideen hervorzubringen, Unser zweites Hauptinteresse in Celebration galt der Gesundheit. Hier war das erklärte Ziel eine Verlagerung des Schwerpunkts - weg von der traditionellen Krankenhausmedizin mit ihrer Konzentration auf die Behandlung chronischer Krankheiten hin zu Prävention, Früherkennung und Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens.), so bleibt doch die Reihenfolge der Bestrebungen klar: zuerst muss Geld verdient werden, und dann kann man vielleicht noch etwas "Gutes" tun oder ethische Aspekte einfliessen lassen. Genau diese Haltung ist es, die die Menschheit an den Rand des Abgrunds getrieben hat.

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